Bei der Bearbeitung des Anliegen eines Klienten konzentriert sich ein situativ arbeitender Coach auf drei Einflussgrößen: Das Umfeld des Coachee, seine Einstellungen, sein Verhalten und das wechselseitige Aufeinander-Wirken. Das Ziel dabei ist, diese Faktoren ans Licht zu bringen, um Bewusstsein für mögliche Widersprüche zu schärfen. Die Aufmerksamkeit des Klienten ist darauf zentriert, diese drei Komponenten in eine dynamische Balance zu bringen. Wenn es für den Coachee beispielsweise nicht möglich ist, sein Umfeld zu verändern, passt er seine Einstellungen und Verhaltensweisen entsprechend an oder verlässt die Situation.

Der situativen Flexibilität unseres Ansatzes steht die Sicherheit des Prozesses auf der anderen Seite ergänzend bei.   

Coachingprozess

Die vier Phasen des Coachingprozesses


1.  Phase: Kontaktgestaltung und Auftragsklärung


Zu Beginn eines jeden Coachings, aber auch jeder weiteren Coachingsitzung ist die Kontaktgestaltung grundlegend. Sie stellt die emotionale Basis eines offenen und vertrauensvollen Wirkens an eigenen Einstellungen und Verhaltensweisen dar. Inhaltlich ist ein klarer Auftrag mit erreichbaren und erkennbaren Zielen unabdingbar, um Veränderungsschritte anzugehen und auszuwerten.


2. Phase: Situationsanalyse und Diagnostik

Die Analyse der aktuellen Situation des Klienten und dessen Umfeld ist die Basisvoraussetzung, um Hypothesen für weitergehende Interventionen zu entwickeln. Die Analyse und Diagnostik ist Bestandteil jeder weiteren Sitzung, besonders ausführlich ist sie jedoch am Anfang eines Coachingprozesses.


3. Phase: Prozessgestaltung und Lösungsentwicklung

Die Bearbeitung der Anliegen sowie das Entwickeln von Lösungen und Veränderungsoptionen ist der Schwerpunkt in dieser Phase. Hier werden Möglichkeiten zu alternativen Einstellungen und Verhaltensweisen ausgebildet. Der Klient lernt sein Potenzial zu aktivieren und Kompetenzen zu erweitern.


4. Phase: Transfer und Auswertung

Ein gutes Coaching strebt eine hohe Nachhaltigkeit an. Nachhaltigkeit entsteht durch das Erkennen des praktischen Nutzens einer Maßnahme und dem daraus resultierenden Einsatz in der Alltagspraxis. Um den Transfer des Neugelernten in den Alltag zu gewährleisten ist es notwendig, die Entwicklungsschritte zu evaluieren. Dies ermöglicht eine situativ angepasste Vorgehensweise im Coaching.